Informationen für Interessierte und Teilnehmende 

Warum ist Früherkennung wichtig? 

Kann ich teilnehmen? 

Sie könnten teilnehmen, wenn Sie: 

  • zwischen 50 und 75 Jahre alt sind,  
  • aktuell rauchen oder früher stark geraucht haben, 
  • über mindestens 25 Jahre geraucht haben, 
  • mindestens 15 Packungsjahre erreichen, 
  • falls Sie aufgehört haben: Ihre Rauchpause nicht länger als 10 Jahre zurückliegt, 
  • und Ihre letzte CT-Untersuchung des Brustkorbs / Thorax mindestens 12 Monate zurückliegt. 

Ob Sie tatsächlich teilnehmen können, prüft Ihre Hausärztin, Ihr Hausarzt oder eine entsprechend teilnehmende Facharztpraxis. Dort erhalten Sie auch die erforderliche Beratung, den Eignungsbericht und die Überweisung. 

Was muss ich zum Termin mitbringen? 

Bitte bringen Sie zum Untersuchungstermin mit: 

  • Ihre Versichertenkarte, 
  • eine Überweisung, 
  • den ausgefüllten Eignungsbericht, 
  • vorhandene Vorbefunde oder frühere CT-Bilder der Lunge, falls vorhanden. 

Ohne Eignungsbericht und Überweisung kann die Untersuchung im Rahmen des gesetzlichen Lungenkrebsscreenings nicht durchgeführt werden. 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Für die Untersuchung liegen Sie für kurze Zeit auf dem Untersuchungstisch. Während der Aufnahme werden Sie gebeten, kurz die Luft anzuhalten.

Die Untersuchung ist schmerzfrei. Es wird kein Kontrastmittel und somit auch kein Venenzugang benötigt.

Nach der Untersuchung werden die Bilder sorgfältig ausgewertet. Den Befund erhalten Sie und die zuweisende Praxis nach Abschluss der Befundung innerhalb von 14 Tagen.

Was passiert bei einem auffälligen Befund? 

Werden die Kosten übernommen? 

Vorsorglicher Lungencheck: 
Terminanfrage

Für weitere Informationen zur Lungenkrebsfrüherkennung setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung unter:

Telefon: 040 – 32 55 52 – 101 und -200
E-Mail: lungenscreening@radiologische-allianz.de

Weitere Informationen zum Lungenscreening

Verlaufskontrollen und Abklärung Je früher Lungenkrebs erkannt wird, desto besser lässt sich die Erkrankung behandeln und umso erfolgversprechender sind die Therapiemöglichkeiten. Die LDCT kann auch kleinste Veränderungen entdecken, welche sich zunächst nicht abschließend einordnen lassen. Anhand von Verlaufskontrollen kann in diesen Fällen zum Beispiel ein Wachstum als Hinweis auf eine bösartige und behandlungsbedürftige Erkrankung festgestellt werden. Auf diese Weise können auch kleinste Tumore in sehr frühen Stadien zuverlässig erkannt und die Behandlung frühzeitig eingeleitet werden. Erscheint eine Veränderung anhand der LDCT abklärungsbedürftig, werden häufig weiterführende Maßnahmen empfohlen. Dazu zählen in bestimmten Fällen auch ergänzende Bildgebungsuntersuchungen, wie beispielsweise eine sogenannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET-CT), welche Stoffwechselvorgänge im Körper abbilden kann.

Im Weiteren können auch invasive Maßnahmen, wie eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und/oder Probeentnahme (Biopsie) notwendig werden. Wie jede medizinische Prozedur, können auch diese mit gewissen Belastungen und Risiken verbunden sein und werden daher nur empfohlen, wenn sich anhand der Früherkennungsuntersuchung ein abklärungsbedürftiger Befund ergibt. Beurteilung durch speziell ausgebildete Radiolog:innen und KI-Software Bei Untersuchungen zur Früherkennung ist die zuverlässige Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Veränderungen besonders wichtig, um einerseits gegebenenfalls erforderliche weitere Anschlussuntersuchungen und Behandlungen frühzeitig einleiten zu können und auf der anderen Seite aber auch nicht erforderliche Untersuchungen oder Behandlungen zu vermeiden. Aus diesem Grund werden die Untersuchungen bei der Radiologischen Allianz von speziell geschulten Radiolog:innen beurteilt, welche über viel Erfahrung in der Beurteilung von Lungenerkrankungen verfügen. Zusätzlich werden diese Expert:innen von einer speziell für das Lungenkrebsscreening entwickelten KI- Software unterstützt.

Die KI-Software unterstützt die Radiolog:innen der Radiologischen Allianz bei jeder Untersuchung zur Lungenkrebsfrüherkennung. Jede auffällige oder verdächtige Veränderungen wird ferner nach dem Vieraugenprinzip von mindestens zwei der Expert:innen beurteilt.

Falsch positive und falsch negative Befunde Im Rahmen von Früherkennungsuntersuchungen können falsch positive Befunde entstehen. Damit gemeint sind Befunde, welche in der LDCT als verdächtig auf ein Lungentumor gewertet werden, sich in der weiteren Abklärung jedoch als gutartig herausstellen. Der Anteil falsch positiver Befunde war in Studien zur Lungenkrebsfrüherkennung unterschiedlich. Dies ist unter anderem in den bisherigen Schwellenwerten für einen abklärungsbedürftigen Befund begründet. Durch die im Rahmen der Studien gesammelten Erfahrungen konnten jedoch die Kriterien immer weiter verfeinert werden. Neben der reinen Ausgangsgröße werden nunmehr beispielsweise auch Veränderungen im Zeitablauf (Volumenverdopplungszeit) berücksichtigt.

Umgekehrt sind auch falsch negative Befunde möglich. Damit gemeint sind Befunde, welche nicht als verdächtig gewertet werden, sich im weiteren Verlauf jedoch als bösartige Erkrankung herausstellen. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, werden bei der Radiologischen Allianz spezielle Vorkehrungen getroffen. Jede Untersuchung wird von Radiolog:innen beurteilt, welche in der Lungenkrebsfrüherkennung speziell geschult sind und daher über besonderes Fachwissen verfügen. Die Expert:innen werden ferner durch eine eigens für die Lungenkrebsfrüherkennung entwickelte KI-Software unterstützt.