Lungenkrebsscreening in Hamburg
Niedrigdosis-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs
Lungenkrebs gehört zu den häufigsten und schwerwiegendsten Krebserkrankungen. Besonders tückisch ist, dass die Erkrankung in frühen Stadien meist keine Beschwerden verursacht und deshalb häufig erst spät erkannt wird. Gleichzeitig sind die Behandlungschancen deutlich besser, wenn Lungenkrebs frühzeitig entdeckt wird.
Mit dem Lungenkrebsscreening steht für Menschen mit erhöhtem Risiko eine Früherkennungsuntersuchung zur Verfügung, welche kürzlich in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde. Die Untersuchung erfolgt mit einer Niedrigdosis-Computertomographie der Lunge, kurz LDCT. Ziel ist es, Lungenkrebs in einem frühen, oft noch gut behandelbaren Stadium zu erkennen.

Die Radiologische Allianz bietet das Lungenkrebsscreening in Hamburg mit moderner CT-Technik, standardisierter Befundung und spezialisierter thoraxradiologischer Expertise an.
Aktueller Stand
Das Lungenkrebsscreening ist seit dem 01.04.2026 eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen für anspruchsberechtigte Versicherte.
Zuweisende Ärztinnen und Ärzte können geeignete Personen bereits identifizieren und den erforderlichen Eignungsbericht erstellen.
Aufgrund der noch laufenden Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse verzögert sich der tatsächliche Start der radiologischen Untersuchungen in Hamburg jedoch noch. Wir informieren Sie auf dieser Seite, sobald Termine für das Lungenkrebsscreening bei uns vergeben werden können. Gerne können Sie sich jedoch bereits an uns wenden, wenn Sie sich für die Untersuchung interessieren.
Wer kann teilnehmen?
Das Lungenkrebsscreening richtet sich an Menschen mit erhöhtem Risiko durch langjährigen Zigarettenkonsum.
Eine Teilnahme kommt grundsätzlich in Betracht, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
Ein Packungsjahr entspricht dem Rauchen von einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr.
Ob Sie tatsächlich teilnehmen können, prüft Ihre Hausärztin, Ihr Hausarzt oder eine entsprechend teilnehmende Facharztpraxis. Dort erhalten Sie auch die erforderliche Beratung, den Eignungsbericht und die Überweisung.

Welchen Nutzen hat die Lungenkrebsfrüherkennung?
Große randomisierte kontrollierte Studien konnten zeigen, dass sich die hohe Sterblichkeit von Lungenkrebs bei Risikopersonen durch Screening mittels LDCT senken lässt. Diese beiden Studien waren die US-amerikanische NLST Studie mit mehr als 50.000 Teilnehmer:innen und die niederländisch-belgische NELSON Studie mit über 15.000 Teilnehmer:innen.
In den Studien konnten Senkungen des relativen Risikos von 20% (NLST) bzw. 25% (NELSON) beobachtet werden. Ferner war in der NLST Studie auch die Gesamtsterblichkeit durch Einsatz des LDCT zur Lungenkrebsfrüherkennung signifikant verringert. Die Senkung der lungenkrebsbedingten Sterblichkeit ist darauf zurückzuführen, dass durch die Früherkennung mittels LDCT Tumore früher erkannt und somit auch effektiver behandelt werden können.
Ablauf der Untersuchung
1. Beratung und Eignungsprüfung
Zunächst wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllt sind. Dies erfolgt durch eine teilnehmende Hausärztin, einen teilnehmenden Hausarzt oder Kolleg:innen einer internistischen Praxis mit entsprechender Qualifikation.
Dabei werden unter anderem Alter, Rauchverhalten, Vorerkrankungen, frühere CT-Untersuchungen des Thorax und mögliche Ausschlussgründe erfasst. Die Ärztin oder der Arzt informiert über Nutzen und mögliche Nachteile des Screenings und dokumentiert die Eignung in einem Bericht.
2. Überweisung zur Radiologie
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie eine Überweisung zur Niedrigdosis-CT sowie den Eignungsbericht. Beide Dokumente werden für die Terminvergabe und Durchführung der Untersuchung benötigt.
3. Niedrigdosis-CT der Lunge
Die LDCT-Untersuchung ist:
• nicht invasiv,
• schmerzfrei,
• ohne Kontrastmittel,
• ohne besondere Vorbereitung möglich,
• und dauert meist nur wenige Minuten.
Während der CT-Aufnahme liegen Sie auf dem Untersuchungstisch und werden gebeten, kurz die Luft anzuhalten. Die eigentliche Aufnahme dauert meist nur wenige Sekunden.
4. Standardisierte Befundung
Die CT-Bilder werden durch unsere speziell qualifizierten Radiologinnen und Radiologen befundet. Dabei werden insbesondere Größe, Form, Dichte und Wachstum möglicher Lungenherde beurteilt.
Bei kontroll- oder abklärungsbedürftigen Befunden ist eine Zweitbefundung im Rahmen unserer Kooperation mit der LungenClinic Großhansdorf vorgesehen. Erst- und Zweitbefundende kommen anschließend zu einer gemeinsamen Empfehlung für das weitere Vorgehen.
5. Weiteres Vorgehen
Bei unauffälligem Befund ist die nächste Früherkennungsuntersuchung in der Regel nach 12 Monaten vorgesehen.
Bei kontrollbedürftigen Befunden kann eine frühere Verlaufskontrolle empfohlen werden. Bei abklärungsbedürftigen Befunden wird das weitere Vorgehen zeitnah besprochen und eingeleitet.
Nicht jeder auffällige Lungenherd ist Krebs. Viele kleine Veränderungen sind gutartig, zum Beispiel Narben, Entzündungsreste oder harmlose Knötchen.
Willkommen Zukunft!
Die Radiologische Allianz ist eine expandierende Gemeinschaftspraxis auf den Gebieten der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie.
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Unsere Fortbildung „Lungenkrebsfrüherkennung“ am 18.10.24
Unsere Fortbildung Früherkennung von Lungenkrebs am 18.10.24 in der Handwerkskammer Hamburg war mit rund 120 Teilnehmenden (online und onsite) ein voller Erfolg!
Lungenkrebs ist nach wie vor die häufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle weltweit. Mit der neuen Rechtsverordnung zur Lungenkrebsfrüherkennung (LuKrFrühErkV), die seit dem 01. Juli 2024 in Kraft ist, rückt die systematische Früherkennung auch für asymptomatische Risikopersonen in den Fokus – ein Thema mit besonderer Relevanz für die Fachgruppen Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin und Innere Medizin, denn nach der neuen Rechtsverordnung prüfen diese drei Fachgruppen das Risikoprofil und die medizinische Eignung potentieller Teilnehmer:innen der Früherkennung.
Vorsorglicher Lungencheck:
Terminanfrage
Sobald Termine für das Lungenkrebsscreening vergeben werden können, informieren wir Sie an dieser Stelle.
Telefon: 040 – 32 55 52 – 101 und -200
E-Mail: lungenscreening@radiologische-allianz.de